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Informationsveranstaltung zu Fluchtursachen aus Ruanda

Ruandische Geflüchtete aus verschiedenen Regionen Deutschlands haben sich bei einer Informationsveranstaltung in der Arche zu den Ursachen der Flucht aus Ruanda sowie zur Situation ruandischer Geflüchteter in Deutschland ausgetauscht. Organisiert wurde das Treffen von der Salzbergenerin Aline Ingabire, die selbst aus politischen Gründen Ruanda verlassen musste. Die Moderation übernahm Dr. Emmanuel Ndahayo, Soziologe an der Universität Siegen.

Die Hauptthemen waren:

  1. Was sind die Hauptursachen der Zwangsmigration aus Ruanda?
  2. Wie ist die aktuelle Situation ruandischer Flüchtlinge in Deutschland?
  3. Wie kann das Problem der Zwangsmigration aus Ruanda angegangen werden?

Die Teilnehmenden benannten politische Repression als die wichtigste Ursache der Zwangsmigration aus Ruanda. Sie erklärten, dass die regierende Partei, die Rwanda Patriotic Front (RPF), keine politische Opposition zulasse und Menschen wegen abweichender Meinungen verfolgt würden. Personen, die sich öffentlich äußern oder versuchen, die Regierung zu kritisieren, seien Verfolgung, Inhaftierung oder in manchen Fällen sogar dem Tod ausgesetzt. Ebenso würden Menschen, die sich Oppositionsbewegungen anschließen wollten, gezielt verfolgt. Dieser Mangel an Demokratie, die autoritäre Regierungsführung und systemische Ungerechtigkeit zwinge viele Menschen dazu, ihr Land zu verlassen.

Auch die Lebenssituation ruandischer Geflüchteter in Deutschland wurde thematisiert. Aus ihren Antworten ging hervor, dass sich ruandische Geflüchtete in der Regel schnell in die deutsche Gesellschaft integrieren. Dennoch haben viele weiterhin Angst, die ruandische Regierung zu kritisieren, da ihnen Fälle bekannt sind, in denen Menschen selbst im Ausland verfolgt wurden. Grund dafür sind bekannte Fälle von Verfolgung ruandischer Oppositioneller im Ausland sowie Berichte über Bedrohungen von Familienangehörigen, die in Ruanda zurückgeblieben sind. In der Diskussion wurde jedoch betont, dass Menschen im Exil eine wichtige Rolle dabei spielen können, auf Menschenrechtsverletzungen in Ruanda aufmerksam zu machen.

Im letzten Themenblock wurde besprochen, wie die grundlegenden Ursachen der Zwangsvertreibung von Ruander*innen angegangen werden können. Die Teilnehmenden wiesen noch einmal darauf hin, wie schwierig es sei, die ruandische Regierung innerhalb des Landes zu kritisieren, und argumentierten, dass Menschen trotz möglicher Verfolgung im Ausland dort in einer besseren Position seien, offen über das zu sprechen, was sie als diktatorisches System beschrieben. Vorgeschlagen wurden die Organisation von Veranstaltungen und Demonstrationen, um sich gegen die ruandischen Behörden zu positionieren und öffentlich auf die schwierige Situation hinzuweisen.

Am Ende äußerten die Beteiligten den Wunsch, das Treffen künftig regelmäßig stattfinden zu lassen und es auch für andere Geflüchtete sowie interessierte Bürger*innen aus Salzbergen bzw. Deutschland zu öffnen.

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